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Ein Dach für Schweden PDF Drucken E-mail
Geschrieben von Christa & Peter   
Jul 27, 2010 at 01:41 PM
Letzte Änderung ( Jul 28, 2010 at 09:58 AM )

Viele Meinungen hatten wir eingeholt: " Was macht man mit einem 60 Jahre alten Dach ..." ???

Die schwedische Devise lautete: "Drauf lassen solange es noch dicht ist"!!!

Hört sich gut an und ist vor allen Dingen preiswert. Das Problem ist nur, woran erkennt man nun, ob es dicht ist oder nicht? Wir reden ja nicht von einem Schuppen, indem es direkt auf den Kopf regnet, wenn das Dach undicht ist.

Bisher hatten wir keine wirklichen Probleme. Es gab die ein oder andere bekannte Stelle, besonders am Kamin, wo das Dach offensichtlich nicht mehr ganz so dicht war.
Im Frühjahr diesen Jahres musste ich jedoch auf's Dach. Der Schornsteinfeger hatte einige der Pfannen durchgetreten, dazu kam auch noch, das die Auflage der installierten Leiter durch die Pfannen gebrochen war.
Ich habe alles erst einmal provisorisch abgedichtet und dabei einen Blick auf die Unterkonstruktion werfen können. Die Schicht aus Holzschindeln und Konterlatten sah, bis auf die hinteren Traufen, noch sehr gut aus...

Unsere Entscheidung nach dieser Aktion jedoch war gefallen: Im Sommer muß das Dach runter!

Unser Nachbar Thomas organisierte uns den Container und auch die ein oder andere Hilfe. Schön ist es, wenn die Nachbarn Besuch haben, welcher lieber auf dem Dach rumkraucht, als schwedische Freizeitparks zu besuchen :-)

Also, hier muß das alte Dach rein ...

und die hier, die müssen drauf ...

ca. 1100 Dachsteine und 40 Firststeine.

und der hier, das ist unser Organisator Thomas ...


Nicht schnacken, anpacken!


Er wird doch nicht werfen?


Nö, Pfanne für Pfanne über die Reicherkette - Peter - Thomas - Jens und Martin


Der Flexer vom Dienst.

 

Und? Passt?

Pause, reicht, die Höhe macht hungrig.

Das Resultat nach 1,5 Tagen - noch fehlen die Firststeine und die rückwärtigen Kehlen, sowie die Abdichtung des Kamines.


Die Traufen waren dann mein alleiniges Bier.
Schwierig war es, die Bretter mit diesen Maßen zu bekommen: 23mm x 150mm.
Diese gab es nur im Bauhaus und nur noch in Malmö, waren am Ende noch welche auf Lager.


Alles in Allem hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter. Ein Gewitter am Samstag gegen 6 Uhr morgens, ließ mich mein Bett frühzeitig verlassen. Die Vorderseite des Hauses war zwar schon gedeckt, die Rückseite jedoch nicht. Gott sei dank, hatten wir diese noch nicht komplett abgedeckt, so das ich nur einige Stellen vor dem Regen sichern brauchte.

Rückwirkend können wir sagen: Die Lattung von unserem 100 Jahre alten Haus, war in einem sehr guten Zustand, nur wenige davon mussten ausgetauscht werden.
Die alten Pfannen jedoch waren völlig hinüber. Durch das viele Moos, war dies gar nicht so sichtbar gewesen. Dennoch war jede zweite Pfanne zerfressen.

Ganz wichtig zu erwähnen ist, das wir eine sehr starke Truppe an diesem Wochenende waren:
Martin, der einzige Gelernte im Gepann, hatte die Ruhe weg und erkärte alles eingehend.
Jens, der Besuch, der lieber bei 30 Grad auf dem Dach rumkletterte.
Thomas, der Organisator, der leider am ersten Tag auf einer Betriebsfeier weilte.
Peter, der sich nun auch bis zum First auf unser Dach traut - dank Martin.... auch das sollte erwähnt werden!

Ja, und natürlich mein Schatz, die das Mittagessen bereitete, Dachpfannen hochreichte und die vielen Fotos machte. 

Ein kurzer Blick noch auf die Kosten:
~750,- Euro für die professionelle Hilfe
~100,- Euro für den Container
~ 1300 Euro für Pfannen und Firststeine
~ 700,- Euro für weiteres Material wie Kehlbleche, Ortgangbleche, Schrauben, Dachrinnen und Halter ...
 Also ca. 3000,- Euro insgesamt. 


Benutzer Kommentare

Kommentar von Lucie am 2010-07-28 10:25:20
Ja, ja der Peter der ist schlau 
deckt schnell das Dach an seinem Bau 
denn schön dicht soll es schon sein 
das auch sein Schatzerl bleibt daheim. 
 
(obwohl wir die Christa beim Tanzen in Dülmen vermissen)

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