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Reisen


Eine windige Sache PDF Drucken E-mail
Geschrieben von Christa & Peter   
Mar 14, 2010 at 06:56 PM
Letzte Änderung ( Mar 19, 2010 at 09:22 AM )

Mit diesem Eintrag starten wir heute unseren Reisen-Blog. Hier landet alles, was wir nicht irgendwo kategorisieren wollen. Wie dieses hier zum Beispiel:

Wir hatten gestern, den 13.März.2010, unseren Rückflug mit Lufthansa vom Flughafen JFK über Frankfurt nach Düsseldorf. Da unser Hotel in der Nähe von Philadelphia lag, mussten wir erst noch gute 2 Stunden zum Flughafen fahren.
Nun, was ist daran interessant, bzw. einen Blog-Eintrag wert?
Anfänglich erstmal gar nichts. Wir sind pünktlich losgefahren und durften nach einer Woche Sonne mal wieder richtig heftigen Regen erleben. Schöner, vom Frost aufgeweichter Boden und dazu starke Regenfälle - Na toll!
Je näher wir nach New York kamen, umso windiger wurde es. Bereiche der Autobahnen standen auch schon leicht unter Wasser. Der Belt-Parkway, eh bekannt für seine katastrophalen Asphalt-Beton-Zustände, war stellenweise nur noch einspurig befahrbar. An der Ausfahrt zum JFK fuhren wir dann noch, wie alle anderen auch, in eine tiefe Überschwemmung. Da keiner wirklich schnell fuhr, ging das glimpflich aus.

Am Flughafen selber, gab es keine Anzeichen für großartige Verspätungen, nur wenige gestrichene Flüge. Unser Flug wurde auch pünktlich geboarded und, wichtig, wir bekamen eine Frei-Upgrade auf Business-Class, denn, was danach kam war weniger schön.

Geplanter Abflug war für 16:00 Uhr angesetzt, soweit passte das auch, pünktlich am Finger weg und ab zur Rollbahn. Der Flieger, eine 747-400, schüttelte sich schon so, als wären wir in der Luft. 10 Minuten später standen wir dann, 12 Flugzeuge vor uns und kein weiterkommen. Nach 30 Minuten wurden drei der vier Triebwerke abgeschaltet, nachdem klar war, dass wir so schnell nicht wegkommen würden. 

Die Durchsage des Piloten zur Situation war eindeutig: "Zu windig um zu starten", "Windböen außerhalb der Limits". In der Zwischenzeit hatten mehrere Flugzeuge schon den Rückweg zum Terminal angetreten, zwei waren gestartet. Laut Pilot hatten die Piloten dort heftige Trubolenzen gemeldet.

Nach unendlichen 3,5 Stunden warten, hatten wir nur noch ein Flugzeug vor uns. Alle anderen hatten aufgegeben. Diese startete dann auch und wir bekamen ca. 15 Minuten später eine Starterlaubnis ... Ich wusste nicht, dass eine 747 so schnell in der Luft sein kann, wir waren voll, also auch nicht besonders leicht. Die Turbolenzen nach dem Start hatten die Güte von leichten Magenschlägen, sowie man das von guten Achterbahnen kennt. Aber, erstens hatte der Pilot das angekündigt und zweitens, hatte man nie das Gefühl, es wäre problematisch.

Der Rest vom Flug verlief unspektakulär, wir waren vor den geplanten 8 Stunden Flugzeit in Frankfurt und kamen dann ca. 4 Stunden später in Düsseldorf an.

Übrigens: Die Wetterdaten am JFK waren zum Zeitpunkt des geplanten Starts: Sichtweiten unter 1 Meile, Wind bei 35-40 Knoten, Windböen bis zu 65 Knoten, ca. 75 Meilen/h oder um die 120 km/h aus östlichen Richtungen. 
Am Flughafen ging für ca. 4 Stunden so gut wie gar nichts mehr.

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